Petra Schwehm von „Entfalte dein Seelenpotential“ hat eine Blogparade gestartet zum Thema: „Wie denkst du über Geld?“ Sie meinte ich hätte sicherlich etwas dazu zu sagen. „Sex und Geld tut Frauen richtig gut“, ist ja ein Workshop von mir.

Danke liebe Petra dafür. Da schon sehr viel über Geld und Glaubenssätze im Rahmen der Blogparade geschrieben wurde, erzähle ich dir hier über meine Beziehung und Erfahrungen mit Geld und warum es „Sex und Geld tut Frauen richtig gut“ gibt. Mit dem Thema Sexualität habe ich mich ja inzwischen etabliert. Wie das Thema Geld dazu passt, erfährst du jetzt.

Einige persönliche Erfahrungen mit Geld quer Beet durch mein Leben.

Aus meiner Kindheit gibt es nur ein paar Erfahrungen zum Thema Geld an die ich mich erinnern kann. Eine davon ist, dass mein Opa, von dem wir jeden Sonntag etwas Taschengeld bekamen, oft gesagt hat: „Für das Geld was ihr bekommt, könntet ihr ruhig etwas netter sein“. Gemeint waren meine Geschwister und ich. Ich war da noch recht jung. Später hat das dazu geführt, dass ich nicht mehr hin bin und er sein Geld behalten konnte. Aus meiner Sicht eine logische Konsequenz daraus. Ich war schon immer ein sehr eigener Kopf und Freiheit und Eigenständigkeit stand über allem. Spannend dass mir das heut noch so präsent ist.

Was wahrscheinlich daraus geblieben ist: Ich lasse mich nicht kaufen. Egal, worum es geht. Ich habe schon finanziell äußerst lukrative Jobangebote ausgeschlagen, weil der Inhalt nicht gepasst hat. Da ist mir das Geld total egal. Geld muss für mich zusammenpassen. Mit dem was ich tue und was meine Werte sind. Ich muss das was ich tue mögen und davon überzeugt sein. Sonst bringt mich auch noch so viel Geld nicht dazu, das zu tun.

 

In der Familie wurde nicht wirklich über Geld gesprochen. Irgendwann gab es etwas Taschengeld von meinen Eltern, das hat gereicht. Da ich auf einer Landwirtschaft groß geworden bin und 5 Geschwister habe, war Urlaub und sowas sowieso kein Thema. Da war im Sommer Feldarbeit angesagt, und nicht irgendwo am Strand liegen. Ich habe da nie etwas vermisst. Das war einfach so wie es war.

In der Schule war dann irgendwann schnell klar, dass ich nach der 10.ten Klasse den Abschluss und eine Ausbildung mache, wo ich etwas verdiene. Ich wollte Geld verdienen. Aus heutiger Sicht denke ich, ich wollte einfach so schnell wie möglich unabhängig sein. Ich war recht flügge und wollte raus in die Welt. Unabhängig und eigenständig sein.

Und so war Geld bis dahin nie ein Thema. Ich hatte immer was ich gebraucht habe. Habe etwas zur Seite bekommen und mir Wünsche erfüllt, wenn ich das wollte.

 

Spannend wurde es dann, als ich mich entschlossen habe, Vermögensberaterin zu werden. Ich habe  mich mit 26 Jahren selbständig gemacht. Damals, 1996, war das noch überhaupt kein salonfähiger, geschweige denn etablierter, Beruf. Doch mich hatte das Thema interessiert. Ich habe in einer Beratung selber erlebt, was man aus Geld mit einer guten Beratung machen kann. Damals ging es um eine Baufinanzierung, also richtig viel Geld. Ich erlebte, dass man sich da sehr viel Geld einsparen  kann, im Vergleich zu den damals so üblichen Bankangeboten im Jahre 1995.

Ich kannte mich ja gut aus mit Geld. Zuvor habe ich 5 Jahre im Personalbüro gearbeitet und war zuständig, für alle Lohn- und Gehaltsabrechnungen plus alles was damit zusammen hing. Vom Minijob bis zum Gesellschafter habe ich alles abgerechnet. Sämtliche Tantiemen usw.. Große Summen haben mich nicht erschreckt, ich fand das eher cool. Mir war also bekannt, was Menschen so verdienen. In der Vermögensberatung war das ein großer Vorteil. Ein heißes Thema war immer offenzulegen, was jemand verdient und was er hat.

 

 

Frau sein, Geld, ERfolg Über Geld, spricht man ja nicht.

Und schon gar nicht in Oberschwaben. Doch mit mir schon. Irgendwie hatte ich schon immer ein Händchen und einen Zugang für so vertrauliche, intime Themen. Ausbildung beim Anwalt, sämtliche Lohn- und Gehaltsabrechnungen, 15 Jahre Vermögensberatung und jetzt Sexualität.

Was ich in der Vermögensberatung schnell erkannt habe ist, dass Frauen, sich nur ungern um ihre Finanzen kümmern. Schon gar nicht, wenn es einen Partner gibt. „Das macht mein Mann. Da ist mein Mann zuständig.“ Wie oft habe ich diesen Satz gehört. Oft wollten Frauen auch gar nicht bei der Beratung dabei sein. Sie hatten null Ahnung und haben sich darauf verlassen, was der Mann gemacht hat. Dementsprechend waren sie dann auch manchmal verlassen.

Mein Motto war immer: Beide müssen gut da stehen. Auch wenn etwas ist. Auch wenn es um Trennung, Tod oder Unfall geht. Regle die Sachen solange du noch gut miteinander bist, dann hat man es, wenn man es braucht. Das war mein Leitsatz. Und wenn es meiner Meinung nach nicht gepasst hat, habe ich es zur Sprache gebracht. Da war so manches Mal etwas los, wenn ich zur Tür raus ging. Und so manche Frau wurde ins Grundbuch eines Hauses eingetragen, was vorher nicht der Fall war. Doch ich kannte da nichts.

Geld hat für mich, wie auch Sexualität, sehr viel mit Macht und Verantwortung zu tun.

 

Wem gebe ich die Macht?

Wer hat die Macht darüber?

 

Viele Frauen legen sich beim Sex einfach hin und signalisieren: „Mach du mal“. Und so ist es auch beim Geld, „Das macht mein Mann“.

Wenn ich meine Verantwortung in Sachen Geld an den Partner oder überhaupt abgebe, gebe ich auch meine Macht darüber ab. Und so ist es auch in der Sexualität. Dadurch entsteht sehr gerne eine Schieflage. Oft ist es dann so, dass der Mann seine Macht mit dem Geld ausspielt. Er verdient das Geld und ernährt die Familie. Und die Frau spielt ihre Macht in der Sexualität aus. Indem sie sich verweigert.

 

Streit, Sex, GeldDer Mann sagt/denkt: „Ich verdiene schließlich das Geld“.

Die Frau sagt/denkt: „Ich habe keine Lust auf Sex“.

Das blöde dabei ist, dass diese Machtspielchen meist sehr unbewusst ablaufen und das selten so direkt ausgesprochen wird. Die meisten Paare wissen gar nicht, was sie da tun.

 

 

 

Wenn Machtspielchen laufen, ist das tödlich für die Lust und die Beziehung.

 

Die Frau fühlt sich nicht gesehen, nicht wertschätzend behandelt. Manchmal auch im Zugzwang. Der Mann fühlt sich zurück gewiesen und stillt seinen Hunger irgendwann woanders.

Dessen sollten sich Mann und Frau bewusst sein.

 

Unabhängig voneinander. Miteinander. Das gefällt mir sehr. 

 

Ich denke es ist Zeit, dass wir Frauen die Macht wieder zu uns zurück nehmen. Dass wir wieder Verantwortung übernehmen, für Sex und Geld. Ich bin verantwortlich für meine Finanzen, für meine Lust, für meine Orgasmen, für den Sex den ich habe, oder auch nicht. Und du auch.

 

Männer entlastet das sehr, wenn nicht die ganze Verantwortung bei ihnen liegt. Sie sind uns dann viel lieber zu Diensten (zwinker) und können ihr eigenes Potential, mehr entfalten.

Das befreit und nimmt sehr viel Druck aus.

Ich freue mich darauf in den Kommentaren oder auch direkt per Email von dir zu hören, was deine Erfahrung ist.

Herzliche Grüße

 

Ute

Sex und Geld tut Frauen richtig gut.

PS: Mehr zu Petra Schwehm und ihrer Arbeit findest du auf https://www.petraschwehm.de

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