Die Heilige und die Hure
Eva und Lilith
Die Schlampe in dir

Wenn du das liest bist du vielleicht bestürzt und denkst dir: „ Jetzt spinnt sie total, ich bin doch keine Hure, was erlaubt sie sich?“

 

Doch Tatsache ist, dass wir beide Anteile in uns haben. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Interessanterweise wollen die meisten Frau die Heilige sein und keine die Hure. Auf die zeigt man lieber abwertend mit dem Finger. Dabei hat jede Frau auch die Hure in sich. Wir trauen uns nur nicht, das auszusprechen und zu zeigen.

 

Wenn ich es netter und lieblicher bezeichnen möchte, sprechen wir von Eva und Lilith. Eva die brave und angepasste (Ehe)frau, im Bett eher zurückhaltend bis passiv und oft über sich ergehend lassend. Auf der anderen Seite Lilith, die wilde, feurige, heiße Liebhaberin, auf die jeder Mann steht und heiß ist. Sehr bekannt ist das Phänomen, dass Männer eine Eva zuhause haben und eine Lilith als Geliebte. Denn das bekommen sie zuhause nicht, den heißen, feuchten, versauten Sex. Und oft wollen sie das auch nicht. Auch Männer wollen nicht als geiler Bock oder Hurensohn abgestempelt werden.

Die Unterdrückung

weiblich Sexualität, lustvolle Sexualität Ein weiteres Phänomen das ich in meinen Beratungen erlebe ist, dass viele Liliths sobald sie in einer festen Beziehung sind, verheiratet und Kinder haben, zur Eva mutieren. Sie begraben ihre heiße, feurige Lilith-Energie, zugunsten der angepassten Eva. Sie wollen jetzt als ordentliche Ehefrau geliebt werden und nicht mehr die heiße Schlampe sein, in die sich der Mann auch verliebt hat. Und spätestens jetzt fängt es an schwierig zu werden. Das geht oft so weit, dass gar kein Sex mehr in der Beziehung stattfindet oder eben fremd gegangen wird. Das Problem dabei ist, das ein Teil von sich selbst verleugnet, ja begraben wird. Der Mann versteht die Welt nicht mehr und fragt sich, was aus seiner heißen, feurigen Frau geworden ist. Die Frau dagegen führt Krieg in sich selbst und versucht, die Schlampe in ihr in Schach zu halten. Denn die ist jetzt nicht mehr erwünscht. So glaubt sie.

Tatsächlich ist es so, dass wer die Schlampe einmal gelebt hat, sehr große Kraft aufwenden und sehr viel Krieg in sich selbst führt, um sie zu unterdrücken und in Schach zu halten. Sie ist wild, sie ist heiß, sie ist feurig, sie ist hungrig und noch vieles mehr. Einfacher ist es, wer immer schon eine Eva war und diese andere Seite noch nie entdeckt hat. Das lässt sich leben, auch wenn es nicht optimal ist. Was die Frau natürlich tief in ihrem Innersten auch weiß, doch sie will sich nicht darum kümmern. Doch wer die Lilith Energie einmal hatte, kann sie nicht mehr weg sperren. Die Kraft und Power die dahinter steckt ist enorm groß und auch das macht vielen Frauen Angst, was ich gut verstehen kann. Mir erging es auch so.

 

Als ich meinen ersten Kurs in Sexualität machte, das werde ich nie vergessen, sagte die Leiterin zum Abschied zu mir: „du warst schon eine Schlampe, bevor du hier hergekommen bist“. Ich war empört, wie konnte sie „SO ETWAS“ zu mir sagen, eine Frechheit. Doch ganz insgeheim wusste ich natürlich, dass sie recht hatte. Auch wenn ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht so wirklich wahrhaben wollte oder greifen konnte. Denn dort kam nur raus, was sowieso schon in mir war. Eine wilde, heiße, geile (und noch viel mehr) … Frau die sehr viel Lust hat – eine Schlampe eben.

 

Leider ist das Wort Schlampe sehr negativ belegt und wird überwiegend nur als Schimpfwort benutzt. Es ist sicher mit das Schlimmste, was einer Frau passieren kann, wenn sie als Schlampe beschimpft wird oder als Schlampe gilt. Wer mit jedem ins Bett steigt, ist landläufig eine Schlampe. Das Interessante daran ist, dass wenn ein Mann mit jeder Frau ins Bett steigt, ist er ein geiler Hecht. Tut das eine Frau, ist sie eine Schlampe.

Und noch Schlimmer ist, wenn Frauen andere Frauen als Schlampe beschimpfen. Meist ist das ein Zeichen von Neid und Hilflosigkeit und bei den Frauen der Fall, die diesen Anteil komplett unterdrücken. Wenn sie sich nicht mehr zu helfen wissen, dann beschimpfen sie die Frau als Schlampe. Doch der Schmerz, den die Frau trifft die beschimpft wird, ist enorm. Denn das ist gesellschaftlich tief verankert. Dort herrscht weder Liebe noch Verständnis.

 

Du entscheidest 

Für mich hat das Wort Schlampe eine ganz neue Bedeutung bekommen. Es ist ein Teil von mir. Ja ich bin eine Schlampe und ich stehe dazu. Und ich geh bei weitem nicht mit jedem ins Bett, ganz im Gegenteil. Damit hat das auch nichts zu tun. Für uns Frauen aus den Kursen wurde Schlampe zum Kosewort. Oft begrüßten wir uns mit den Worten: „Na du Schlampe, wie geht’s?“ und lachten dabei. Das war eine super Übung diesen Teil wirklich zu integrieren und Frieden damit zu machen. Plus ihn natürlich auch auszuleben. Scham, Tabus und gesellschaftliche Konventionen die dahinter stecken, abzulegen. So kann mich auch keiner mehr damit beschimpfen. Denn meine Antwort wäre mit einem Grinsen: „Stimmt! Ganz genau.“. Und diese Freiheit hat eine enorme Kraft und Macht.

 

Ich habe durch diesen Teil unglaublich viel Kraft und Power (zurück)bekommen. Manchmal so viel, dass ich Angst davor hatte. Angst vor dieser unglaublichen Power. Angst dass wenn ich das lebe, mich keiner mehr mag, mich keiner mehr liebt und ich für jeden Mann und auch Frau zu viel bin. Doch ich habe auch unendlich viel gewonnen und bin zu der geworden, die ich heute bin. Ich kann eine freie und offene Sexualität leben und dazu stehen. Ich habe aufgehört Krieg in mir zu führen und Frieden gemacht. Ich erlaube mir meine Lust und auch sie auszuleben, wenn ich mag. In all ihren Facetten die sie hat. Egal was irgendwer vielleicht denken mag.

 

Wenn du bis hierher gelesen hast und nicht vor lauter Zorn abgesprungen bist, kann ich nur sagen:

„Herzlich willkommen im Club! Schön dass du da bist.“

 

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Frieden schließen – so geht es

Wenn du dich jetzt fragst, wie du den Krieg in dir beenden und diese Teile von dir annehmen kannst, ist folgende Übung für dich. Denn es geht nicht um besser oder schlechter, sondern darum, beide Teile in sich zu vereinen. Beide Teile zu leben. Und in Frieden damit zu sein.

Nimm ein großes Blatt Papier und teile es in zwei Hälften auf. Wichtig ist, dass es ein Blatt ist und nicht zwei. Schreibe in die eine Hälfte „die Hure/Schlampe in mir“ und in die andere Hälfte „die Heilige in mir“. Dann finde jeweils mind. 20 Punkte was die Hure/Schlampe in dir ausmacht, wie sie ist und was die Heilige. 20 Punkte deshalb, weil du dann intensiv nachdenken musst und nicht schon nach drei Punkten aufgibst, weil dir vermeintlich nichts mehr einfällt. Unser Ego und unsere Widerstände sind da manchmal recht einfallsreich um uns von etwas abzuhalten. Das ist übrigens eine anerkannte Methode wenn man richtig tief gehen will.

Wenn du das hast, gehe in Meditationshaltung. Lege eine Hand auf dein Herz und die andere auf deine Vulva. Nimm deine Vulva so richtig in deine Hand, sie passt so schön da rein und freut sich, wenn du das tust. Dann schließe die Augen und atme tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Das wiederholst du mindestens fünf Mal. Wichtig durch die Nase einatmen und durch den Mund auspusten. So richtig fest auspusten. Mit jedem auspusten lässt du mehr und mehr los und kommst bei dir selber an.

Dann verbinde dich durch deinen Atem ganz bewusst mit deinem Herzen und mit deiner Vulva. Fühle die Liebe in deinem Herzen und lass sie überfließen. Und immer weiter atmen. Tief durch die Nase einatmen und durch den Mund auspusten und loslassen. Wenn du soweit bist spüre, wo in deinem Körper ist die Heilige? Wo kannst du sie fühlen? Wie fühlt sie sich an? Welche Farbe hat sie? Und atmen … Lass dir damit so viel Zeit wie es braucht. Dann geh weiter, nimm drei tiefe, bewusste Atemzüge und spüre, wo in deinem Körper ist die Hure/die Schlampe in dir? Wo kannst du sie fühlen? Wie fühlt sie sich an? Welche Farbe hat sie? Und weiter atmen während du das tust.

Es ist wichtig, dass der Atem fließt und du nicht die Luft anhälst. Nachdem du beide Anteile lokalisiert und wahrgenommen hast, leg eine Hand auf die Stelle wo die Heilige ist und die andere Hand auf die Stelle der Hure. Atme in beide Stellen rein so dass du sie spüren kannst und dann nimm sie und führe sie im Herzen zusammen. Lege beide Hände auf dein Herz, führe die Anteile in deinem Herzen zusammen. Lass sie sich umarmen, lass sie zusammen tanzen, lass sie sich voreinander verneigen … plus was immer dir dazu einfällt. Mache das so lange, bis sie beide in dir vereint sind und Frieden in dir herrscht.

Kann sein dass das etwas dauert, kann sein dass es Sinn macht die Übung zu wiederholen. Vertraue dir und lass dich führen. Alles ist gut, genauso wie es ist.

Zum Abschluss steh auf, immer noch beide Hände auf deinem Herzen und verneige dich so vereint tief in alle Himmelsrichtungen. Wenn dir danach ist, kannst du es mit einem Tanz beenden und manifestieren.

So jetzt bin ich sehr gespannt von dir in den Kommentaren oder per Email zu hören.

Heute zur Abwechslung mal schlampige Grüße
Ute

 

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